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Gesunde Ernährung Kinder: Tipps für eine ausgewogene Kinderernährung

Gesunde Ernährung Kinder: Tipps für eine ausgewogene  Kinderernährung

Achten Sie darauf, was Ihre Kinder essen, denn eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig für die Entwicklung des Kindes. Hier erfährst du einfache Regeln für die ausgewogene und gesunde Ernährung Kinder.

Die ausgewogene Ernährung für Kinder enthält alle Nährstoffe, die die Kleinen zum Wachsen und Gedeihen brauchen. Die optimale Nährstoffversorgung beeinflusst zudem die kindliche Bewegung und umgekehrt. Dabei reichen einfache Regeln aus, um die gesunde Kinderernährung sicherzustellen.

Eine gesunde Kinderernährung

Babys wollen ihre Umgebung erkunden, Neues kennenlernen und die verschiedensten Dinge ausprobieren. Das gilt natürlich auch beim Essen. Ungewohnte Lebensmittel sind ein schönes Betätigungsfeld für die Kleinen. Gerade jüngere Kinder wählen ihr Essen ganz individuell und sind bei der Auswahl an Lebensmitteln noch flexibel. Vielfältige Gerüche, Geschmacksrichtungen, Farben und Konsistenzen verleiten zum Entdecken und wecken die Neugier. Daher sollten Kinder die leckere Vielfalt von gesunden Nahrungsmitteln ausprobieren können.

Im Alter von etwa einem Jahr ist die Umstellung von Säuglingsernährung auf normale Kost in der Regel abgeschlossen. Das Kind kann nun endlich an den Familienmahlzeiten teilnehmen. Ist die Familienernährung abwechslungsreich und ausgewogen, deckt sie bereits den Nährstoffbedarf des Kleinkindes ab. Aufwendige Rezepte oder gar Kalorienzählen sind nicht nötig. Spezielle Kinderlebensmittel, Beikost und andere Fertigprodukte benötigen die Kleinen nicht.

4 einfache Regeln für die gesunde Kinderernährung

Für eine gesunde Kinderernährung sind nur einfache Grundregeln zu beachten:

  1. Sparen Sie an Zucker, Salz, fettreicher Kost und Süßigkeiten. Gerade fettreiche Produkte mit einem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren wie Chips und Schokolade sollten die Kleinen selten verzehren.
  2. Lassen Sie Ihr Kind reichlich trinken. Wasser und andere ungesüßte Getränke eignen sich hervorragend.
  3. Bieten Sie Ihrem Kind tierische Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Eier sowie Milch und Milchprodukte nur in Maßen an.
  4. Pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Getreide und Getreideprodukte können Sie reichlich verwenden.

Besondere Vorsicht gilt bei kleinen, runden Lebensmitteln. Bei Kleinkindern besteht eine erhöhte Gefahr, dass etwas in die Luftröhre gelangt. Runde, kleine Lebensmittel geraten dabei sehr häufig in die Luftröhre. Geben Sie Ihrem Nachwuchs noch keine Beeren, Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte oder andere Nahrungsmittel in Größe einer Erdnuss. Rohes Wurzelgemüse, harte Lutschbonbons oder Kaugummi sowie Fisch mit Gräten sollte Ihr Kind noch nicht bekommen. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Kind auch nicht versehentlich an dieses Essen gelangt.

Die Bausteine einer gesunden Entwicklung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und Konfliktfähigkeit sind die wesentlichen Eckpfeiler einer gesunden kindlichen Entwicklung. Dabei beeinflussen sich die drei Faktoren wechselseitig. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung bildet die Grundlage für das kindliche Bewegungsverhalten. Wird das Kind mit allen nötigen Nährstoffen versorgt, kann es diese Energie für seine täglichen Aktivitäten aufwenden. Bewegen sich die Kleinen sehr viel, setzen sie auch mehr Energie frei. Aus diesem Grund benötigen Kinder, die sich sehr gern und sehr viel bewegen, mehr Nährstoffe. Ein gesundes Hunger- und Sättigungsgefühl reguliert die spielerische Bewegung auf natürliche Weise.

Wird einer der drei Eckpfeiler Ernährung, Bewegung und Stress positiv beeinflusst, hat dies gleichzeitig Einfluss auf die anderen Bausteine. Eine ausgewogene Ernährung trägt im Zusammenspiel dieser Faktoren somit dazu bei, die gesundheitliche Entwicklung des Kindes optimal zu unterstützen.

Übergewicht bei Kindern vermeiden

Gewichtszunahmen und Übergewicht, die durch eine zu hohe Nahrungsaufnahme verursacht werden, führen auf Dauer hingegen zu weniger Bewegung und ein höheres Stressempfinden. Die Stressanfälligkeit Ihres Kindes wird durch eine schlechte Nährstoffversorgung begünstigt. Streitet es beispielsweise mit Gleichaltrigen, fühlt es sich eher belastet. Solcher unverarbeitete Stress kann wiederum Appetitverlust oder Frustessen auslösen. Im Bewegungsbereich ist die Konsequenz stressiger Belastungen dann Bewegungsträgheit oder Überaktivität. Die Schulung von Kraft und Ausdauer hilft Kindern, besser mit Stress umzugehen. Stresssymptome wie Schlafstörungen, Unruhe und Nervosität werden durch die körperliche Aktivität abgebaut. Eine ausreichende Entspannung und die altersgerechte Bewegung vermindert bereits bei den Kleinsten die Stressanfälligkeit und bewahrt die Kleinen so vor Gesundheitsstörungen.

Kinder für gesunde Ernährung begeistern

Selbstgemachte Pasta mit Spinat, Zucchini mit gratiniertem Hüttenkäse oder ein gegrilltes Kabeljaufilet mit Salat und Bratkartoffeln wird Freunden des guten Essens schnell das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Leider gehören diese Gerichte häufig nicht zu den Favoriten von Kindern. Wie lassen sich aber gesunde Gerichte so zubereiten, dass der Nachwuchs von vornherein die Qualität von guter Ernährung zu schätzen weiß? Im Folgenden finden Sie Tipps, wie Sie Ihre Kinder ohne Krampf an eine gesunde Ernährung heranführen und so Kinderkrankheiten vorsorgen.

Ohne Zwang und Bohnensuppe

Das Problem, was mit gesunder Nahrung oft einhergeht ist der unterschwellige Zwang. Gemüse ist zwar gesund, doch das heißt nicht, dass die Zubereitung einem Kind zusagt. Häufig ist es nämlich nicht das Gemüse, das nicht gemocht wird, sondern die Art und Weise wie es verarbeitet wurde. Im Kindergartenalter sind Vorlieben und Abneigung einer Speise gegenüber oft völlig unabhängig von ihrem Geschmack, sondern vielmehr von Faktoren wie der Konsistenz, dem Geruch oder Aussehen abhängig. Problematisch wird es, wenn auf eine solche Abneigung mit Zwang seitens der Eltern oder der Kindergärtnerin reagiert wird. Dabei ist es heute sicherlich nicht mehr schwer Bioprodukte spannend und schmackhaft zuzubereiten. Als Eltern sind Sie verantwortlich für den gesunden und ausgewogenen Speiseplan Ihres Kindes, versuchen Sie also zusätzlich zu den generellen Geboten auch einen Überblick über die ungefähre tägliche Kalorienzufuhr. Ein Glas Cola schadet nicht und auch das Brot mit Nutella am Abend ist völlig legitim. Die richtige Mischung macht es. Eine Kürbis-Lasagne ist nicht nur geschmacklich passend für die graue Jahreszeit, sie ist auch optisch ein Hingucker. Eine Abneigung gegen graues, schlaffes, ausgekochtes Gemüse ist eigentlich keinem Kind vorzuwerfen.

Falsche Werbebotschaften und ihre Alternativen

Zucker und Fett müssen weder für Erwachsene, noch für Kinder gänzlich aus dem Speiseplan gestrichen werden. Es reicht diese Komponenten zu reduzieren. Verbote und totaler Ausschluss erzeugen meist nur ein unnatürliches Verhältnis zum Essen, was sich in heimlichem oder zwanghaftem Essverhalten äußert. Doch gerade Süßigkeiten, die als Pausensnack für Zwischendurch beworben werden sind besonders tückisch, denn die Gewohnheit ist hierbei wie so oft die Gefahr. Wenn Wasser als Getränk für die Pause partout nicht gemocht wird, kann ein leicht gesüßter Tee oder eine fettarmer Joghurtdrink eine Alternative sein. Aber Saft, Limonade, Kakao und ähnliche Zuckerbomben haben nichts in einer Lunchbox verloren.

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