Hier findest du Ideen für Selbstfürsorge als Mutter und dafür, im Alltag echte Entlastung zu organisieren.

Ein ruhiger Kaffee, ein Spaziergang oder Zeit mit einer Freundin können gut tun. Manchmal ist aber nicht noch ein kleiner Wohlfühlmoment gefragt, sondern weniger Arbeit. Schau deshalb nicht nur auf freie Minuten, sondern auch darauf, welche Aufgaben jemand anderes übernehmen kann.

Selbstfürsorge beginnt in den Details

Beim Einpacken für den Ausflug darf neben den Sachen fürs Kind auch an dich gedacht sein: Wasser, etwas zu essen, eine Kopfbedeckung und dein eigener Sonnenschutz. Wenn du etwa mit dem Kind am Pool bist, könnt ihr die Aufsicht ausdrücklich abwechseln. Eine Pause wird erst zur Pause, wenn du in dieser Zeit wirklich nicht zuständig bist.

Auch Hautpflege kann ein angenehmes kleines Ritual sein. After-Sun-Pflege (externer Link) ist für die Pflege nach der Sonne gedacht. Sie ersetzt keinen Sonnenschutz und macht UV-Schäden nicht rückgängig. UV-Strahlung kann die Haut auch ohne sichtbaren Sonnenbrand schädigen; Bräune ist deshalb kein Zeichen gesunder Haut. Quelle: Krebsinformationsdienst (externer Link).

Was dir sonst gut tut, darf ganz unterschiedlich sein: Musik hören, Sport, ein Bad, eine Verabredung oder einfach Ruhe. Du musst daraus weder eine tägliche Pflicht noch ein Vorbildprojekt für die ganze Familie machen. Deine Bedürfnisse dürfen auch deshalb zählen, weil es deine sind.

Zeit für Selbstfürsorge einplanen – auch als Mutter möglich

Wenn im Tagesplan nichts frei ist, hilft die Aufforderung „Nimm dir doch Zeit“ wenig. Sprecht konkret über die Aufgaben: Wer übernimmt Abendessen und Küche, wer bringt das Kind ins Bett, wer denkt an Termine? Eine vollständig abgegebene Aufgabe schafft oft mehr Freiraum als Hilfe, die du jedes Mal neu organisieren musst.

Die AOK (externer Link) zählt das Wahrnehmen eigener Bedürfnisse und Grenzen zur Selbstfürsorge. Du kannst daraus eine einfache Frage für die Woche machen: „Was würde mich gerade entlasten?“ Vielleicht ist es eine Stunde für dich, vielleicht ein Gespräch oder Unterstützung im Haushalt.

Wenn Betreuung möglich ist, vereinbart einen festen Zeitraum mit der anderen Bezugsperson, Großeltern, Freunden oder einem Babysitter. Die Kinder können dabei zum Beispiel bei Regenwetter etwas unternehmen, ein Puzzle legen oder auf den Spielplatz gehen. Ein zweiter Elternteil übernimmt dabei eigene Verantwortung und ist nicht bloß deine Vertretung.

Auch ein kinderfreier Ausflug oder Urlaub kann zu euch passen, wenn du ihn möchtest und die Betreuung geklärt ist. Eine große Auszeit ist aber keine Voraussetzung. Beginne mit etwas, das dir wirklich hilft und in eurer Situation erreichbar ist. Wenn gerade wenig Unterstützung da ist, liegt das nicht an mangelnder Disziplin bei der Selbstfürsorge.

Porträt von Melanie

Melanie

Mutter einer wunderbaren Tochter. Seit der Geburt meines Sonnenscheins schreibe ich hier über alles, was im Elternleben so relevant sein könnte.