Hier zeigen wir dir, wie du Kindern Nachhaltigkeit mit Beispielen aus Garten, Haushalt und Alltag erklärst.

Nachhaltig handeln heißt, heute so zu leben, dass auch andere Menschen und kommende Generationen gut leben können. Dazu gehören Natur, ein fairer Umgang miteinander und die Frage, wie wir Dinge herstellen und nutzen. Für Kinder wird das verständlich, wenn sie selbst etwas ausprobieren können.

Wie du Nachhaltigkeit erklärst

Ein Wald ist ein guter Anfang. Wenn dauerhaft mehr Holz entnommen wird, als nachwächst, fehlt irgendwann die Grundlage für den Wald und seine Nutzung. Der bekannte Gedanke lässt sich so ausdrücken:

Nur so viel entnehmen, dass auch in Zukunft noch etwas da ist und nachwachsen kann.

Zum Wald gehören aber auch Tiere, Pflanzen und der Boden. Nachhaltigkeit bedeutet deshalb mehr als nur neue Bäume zu pflanzen. Das BNE-Portal (externer Link) beschreibt, wie Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenhängen. Mit deinem Kind kannst du fragen: Wer braucht den Wald, und wie können wir gut mit ihm umgehen?

Das Video greift den Grundgedanken ebenfalls auf. Schaut danach gemeinsam, welches Beispiel euch aus dem Alltag einfällt.

Nachhaltigkeit am Beispiel des eigenen Gartens

Beim Gemüseanbau erlebt dein Kind, wie aus Samen etwas Essbares wird. Ihr könnt gemeinsam gießen, wachsen beobachten und später ernten. Zum sparsamen Umgang mit Ressourcen gehören zum Beispiel bedarfsgerechtes Gießen und das Weiterverwenden geeigneter Pflanztöpfe. Nicht jede Gartenarbeit ist allein deshalb schon nachhaltig.

Nach der Ernte lässt sich überlegen, wie der Boden weiter gepflegt wird und welche Pflanzen im nächsten Jahr passen. Ein anderer Standort für eine Kultur kann Teil einer geplanten Fruchtfolge sein; einfach irgendeine Pflanze nachzusetzen garantiert noch keinen dauerhaft fruchtbaren Boden. Für Kinder reicht als Ausgangspunkt die Frage: „Was braucht unser Beet, damit hier auch nächstes Jahr etwas wachsen kann?“

Auch Holz und Papier bieten anschauliche Beispiele. Ein Möbelstück lange zu nutzen oder zu reparieren spart eine Neuanschaffung. Bei Heften könnt ihr nach Recyclingpapier schauen und unbeschriebene Seiten als Malpapier verwenden. Dass ein Gegenstand aus Holz oder Papier besteht, garantiert für sich allein keine Wiederaufforstung.

Weitere Beispiele für Nachhaltigkeit

Im Haushalt gibt es viele kleine Entscheidungen, bei denen Kinder mitmachen können. Sucht euch eine davon aus, statt gleich alles ändern zu wollen.

  • Kleidung und Schuhe: Gut erhaltene Sachen weitergeben, tauschen oder reparieren.
  • Bücher, Möbel und Spielzeug: Ausleihen, gemeinsam nutzen und vor einem Neukauf nach Gebrauchtem schauen.
  • Müll: Nach den örtlichen Regeln trennen und unnötige Verpackungen vermeiden.
  • Strom und Wasser: Licht in leeren Räumen ausschalten und beim Einseifen den Wasserhahn schließen.
  • Miteinander: Dinge fair teilen und darauf achten, wer bei gemeinsamen Entscheidungen mitreden kann.

Vielleicht richtet ihr eine Tauschkiste ein oder repariert zusammen ein Spielzeug. Daran lässt sich gut zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht nur Verzicht bedeutet: Etwas bleibt länger brauchbar, und jemand anderes kann sich noch daran freuen.

Porträt von Melanie

Melanie

Mutter einer wunderbaren Tochter. Seit der Geburt meines Sonnenscheins schreibe ich hier über alles, was im Elternleben so relevant sein könnte.