Hier erfährst du, wie du Kindern Ostern erklärst und mit Fragen zum Osterhasen umgehst.
Bunte Eier, ein Nest im Garten und ein langes Familienfrühstück: Für Kinder hat Ostern viele Seiten. Wenn dein Kind nach dem Fest fragt, kannst du bei dem beginnen, was ihr selbst feiert. Die christliche Ostergeschichte und das Spiel mit dem Osterhasen lassen sich dabei gut unterscheiden.
Die Bedeutung von Ostern
An Ostern feiern Christinnen und Christen die Auferstehung Jesu von den Toten. Kindgerecht kannst du sagen: „Jesus ist gestorben. In der Ostergeschichte erfahren seine Freunde, dass er lebt. Darum ist Ostern für Christen ein Fest der Hoffnung.“ Lass Raum für Nachfragen, statt alles auf einmal erklären zu wollen. Quelle: EKD (externer Link).
Ostereier und Osterhase gehören zu den Bräuchen rund um das Fest. Beim Ei kommen verschiedene Bedeutungen und historische Gewohnheiten zusammen, etwa neues Leben und ältere Fastenregeln. Der Hase als Eierbringer ist ein Brauch, keine Figur der biblischen Ostergeschichte. Die EKD zu Osterbräuchen (externer Link) trennt diese Traditionen vom christlichen Kern.
Zum Feiern braucht es keine großen Geschenke. Ein kleines Nest kann zum Beispiel eine dieser Überraschungen enthalten:
- bemalte Ostereier,
- ein kleines Buch,
- bunte Stifte,
- ein Malbuch.
Gibt es den Osterhasen wirklich?
Manche Kinder fragen früh, andere spielen lange begeistert mit. Ein festes Alter für das Gespräch gibt es nicht. Wenn dein Kind wissen möchte, wer die Eier versteckt, höre erst einmal zu: Was hat es beobachtet, und was denkt es selbst?
Du kannst ehrlich und freundlich antworten: „Der Osterhase ist eine Geschichte, mit der wir beim Verstecken spielen. Die Eier haben wir für dich ins Nest gelegt.“ Oder ihr sprecht darüber, dass Familien verschieden feiern. Dein Kind muss weder weiter an den Hasen glauben noch die Verantwortung dafür übernehmen, was andere Kinder glauben.
Und wie geht es dann weiter?
Die Eiersuche kann genauso viel Spaß machen, wenn alle wissen, wer die Verstecke ausgesucht hat. Vielleicht übernimmt dein Kind jetzt selbst eine Runde für Geschwister oder Erwachsene. Eine kleine Schatzkarte macht daraus ein neues Spiel.
Ob ihr einen Gottesdienst besucht, gemeinsam Eier färbt oder Freunde zum Frühstück einladet, entscheidet ihr als Familie. Bewahrt die Dinge, auf die ihr euch freut. So bleibt Ostern ein schöner gemeinsamer Tag, auch wenn sich die Geschichten und Fragen mit dem Alter verändern.