Hier zeigen wir dir, wie du ein Familienauto nach Kindersitzen, Stauraum und euren täglichen Wegen auswählst.
Ein Kinderwagen, zwei Schultaschen oder Gepäck für den Urlaub stellen unterschiedliche Anforderungen ans Auto. Notiere zuerst, wie viele Personen regelmäßig mitfahren und was ihr transportiert. Dann lässt sich beim Besichtigungstermin viel gezielter ausprobieren, ob ein Wagen zu euch passt.
Der Van für Familien
Ein Van kann für Familien mit mehreren Kindern praktisch sein: Je nach Modell und Ausstattung gibt es zusätzliche Sitzplätze, variable Sitze und einen gut nutzbaren Innenraum. Schiebetüren erleichtern das Einsteigen auf engen Parkplätzen. Mit aufgestellter dritter Sitzreihe bleibt allerdings oft weniger Platz für Gepäck.
Bei Angeboten für einen Fiat Ulysse oder Seat Alhambra lohnt sich ein Blick auf die genaue Generation und Sitzkonfiguration. Aus dem Modellnamen allein lässt sich nicht ableiten, wie viele Kindersitze nebeneinander passen. Nimm eure Sitze zur Besichtigung mit und prüfe die freigegebenen Plätze in den Anleitungen von Fahrzeug und Kindersitz.
Der ADAC (externer Link) unterscheidet beim Platz für drei Kindersitze zwischen konkreten Modellen und Baureihen. Eine breite Rückbank bedeutet nicht automatisch drei geeignete Befestigungsplätze. Prüfe bei der Sitzprobe auch, ob die Gurtschlösser erreichbar bleiben und ein Erwachsener vorn noch bequem sitzen kann.
Sicherheit und Komfort in Kombis und Mittelklassewagen
Für ein bis zwei Kinder kann ein Kombi oder ein geräumiger Kompaktwagen gut passen. Entscheidend ist der nutzbare Raum: Wie weit muss der Vordersitz für die Babyschale nach vorn, und lässt sich die Heckklappe mit Kinderwagen im Kofferraum schließen?
Auch bei Ford Mondeo und Škoda Octavia Combi kommt es auf Baujahr, Karosserie und Ausstattung an. Prüfe für einen Kindersitz auf dem Beifahrersitz die Freigaben von Fahrzeug und Sitz. Welche Regeln für Kindersitze und den Airbag gelten, erklären wir im Artikel Kinder vorne im Auto.
Vergleiche Versicherung, Verbrauch beziehungsweise Strombedarf, Wartung und Kaufpreis für die konkreten Angebote. Ein Kombi ist nicht allein wegen seiner Fahrzeugklasse günstiger im Unterhalt als ein Van. Eine Probefahrt auf euren üblichen Wegen zeigt außerdem, wie gut sich der Wagen in der Stadt parken und auf längeren Strecken fahren lässt.
Tipps für die Autosuche
Am meisten bringt eine Besichtigung mit eurem Alltagsgepäck. Packe Kinderwagen, Taschen oder Sportausrüstung probeweise ein und teste, wie bequem das Anschnallen klappt. Die ADAC-Kaufberatung (externer Link) empfiehlt unter anderem, Kinderwagentransport, Sitzsystem und Zugang zum Innenraum mitzudenken.
Achte für Urlaubsfahrten auch auf die verbleibende Zuladung: Personen, Kindersitze, Gepäck und zusätzliches Zubehör müssen zum zulässigen Gesamtgewicht passen. Viel Kofferraumvolumen allein sagt darüber wenig aus. Schwere Taschen gehören gesichert ins Gepäckabteil; lose Gegenstände im Fußraum oder auf der Rückbank sind keine gute Dauerlösung. Mit einer echten Pack- und Sitzprobe findest du schneller heraus, welches Auto euren Alltag angenehm macht.